Dr. med. Karlheinz Zeilberger
Facharzt für Innere Medizin, Sportmedizin

Lungenfunktionsprüfungen

Bodyplethysmographie (Body-Plethysmographie, Ganzkörper-Plethysmographie)

Der Patient befindet sich während dieser vollig ungefährlichen Lungenfunktionsprüfung in einer abgedichteten Glaskammer - ähnlich einer Telefonzelle. Die Atmung erfolgt über ein Mundstück (wie bei der Spirometrie) und wird messtechnisch erfasst und ausgewertet.

Zur Erkennung von Ventilationsstörungen, die mit Erkrankungen des Atemapparats einhergehen, werden folgende Messgrößen ausgewertet:

  • Lungenvolumina
  • Residualvolumen (das Restvolumen, das bei völliger Ausatmen in der Lunge verbleibt)
  • der Strömungswiderstand der Atemwege (Resistance)

Obstruktive Störungen (Verengungen) der Atemwege, wie sie z.B. bei Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis, Lungenemphysem und sonstigen Einengungen der Luftwege zu beobachten sind, können in ihrer Ausprägung untersucht werden.

Restriktive Ventilationsstörungen sind geprägt von einer Verminderung der Lungendehnbarkeit (pulmonale Restriktion) oder verminderten Ausweitungsfähigkeit des Brustkorbes (extrapulmonale Restriktion) und können z.B. durch eine Lungenfibrose (=Lungenverhärtung), einen Pleuraerguss (=Flüssigkeitsansammlung im Lungenspalt) oder eine Zwerchfellparese (=hoch stehendes Zwerchfell) verursacht werden.

Spirometrie

Die Spirometrie kann auch außerhalb der Bodyplethysmographiekammer eingesetzt werden. Durch zeitlich differenzierte Aufzeichnung der ein- und ausgeatmeten Lungenvolumina in einem Spirogramm und durch Auswertung verschiedener Messgrößen können Lungenerkrankungen erkannt werden. Eine verlässliche Auswertbarkeit der Ergebnisse erfordert eine verständige Mitarbeit des Patienten bei der Untersuchung.